ÖH-Wahl 2007
Unsere Perspektiven für die kommenden zwei Jahre
Die unabhängigen Fachschaftslisten Österreichs (FLÖ) sind die größte unabhängige Fraktion, die sich ausschließlich für die Interessen der Studierenden stark macht und nicht für Ideologien einzelner Parteien.
Für die kommenden zwei Jahre haben wir folgende Kernbereiche unserer Arbeit definiert:
Soziales
- Studienrecht
- Gleichstellung
- ausländische Studierende
- unsere Grundsätze
Unser Team
Pressemappe vom Pressegespräch am 26. April 2007.
Soziales
Studiengebühren:
Die von der österreichischen Bundesregierung im Jahr 2000 beschlossenen Studiengebühren sind und bleiben ungerecht.
Sie verstärken bestehende soziale Ungerechtigkeiten und bewirken, dass sozial schlechter gestellte BürgerInnen von universitärer Bildung ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund fordern wir die sofortige und ersatzlose Abschaffung dieser unsozialen Hürde. Außerdem lehnen wir das von der jetzigen Regierung vorgeschlagene Sozialarbeitsmodell vehement ab: Studieren ist eine
Vollzeitbeschäftigung.
Stipendium:
Das derzeitige Stipendiensystem in Österreich bedarf einer dringenden Überarbeitung.
Nicht nur, dass die Stipendien seit 1999 nicht mehr vollständig erhöht wurden, sondern auch der Umstand, dass der Zugang zu den Stipendien ungerecht ist, verlangen eine weit reichende Gesetzesreform. Die aktuell vorgeschlagene Gesetzesänderung schafft neue Ungerechtigkeiten und deckt bei weitem nicht die reale Inflation der letzten Jahre ab. Weiters müssen die Stipendien in Zukunft jährlich um einen der Realität der Studierenden entsprechenden Preisindex (Studierenden - Verbraucherpreisindex) erhöht werden.
Öffentlicher Verkehr:
Für Studierende muss es möglich sein öffentliche Verkehrsmittel in ganz Österreich kostengünstig zu benutzen. Langfristig ist die Freifahrt für Studierende wieder flächendeckend einzuführen.
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Studienrecht
Freier Hochschulzugang:
Die von der Rektorenkonferenz geforderte Möglichkeit den Zugang zum Masterstudium zu beschränken widerspricht der Realität des Arbeitsmarktes, da in Österreich ein Bachelorabschluss nicht entsprechend anerkannt wird. Es ist unverständlich, wie die Rektorenkonferenz eine Forderung stellen kann, die ihre eigenen Studierenden in die drohende Arbeitslosigkeit verbannt, nur um die Budgets der Universitäten zu entlasten.
Unrealistische Regelstudiendauer:
In den meisten Studien kämpfen die Studierenden mit unrealistischen Regelstudiendauern, was zu massiven Problem bei Familienbeihilfe und Stipendium führt. Es erfordert eine bestimmte Zeit, um sich mir einem Fachgebiet wirklich auseinanderzusetzen. Diese Zeit wird den Studierenden sehr häufig nicht zugestanden. Aus diesem Grund fordern wird eine Anhebung der Bezugszeit von Familienbeihilfe und Stipendium auf die durchschnittliche Studiendauer.
Verschulung der Studien:
Ein zusätzliches Problem stellt die zunehmende Verschulung der Studien dar. Um die in einem Studium vermittelten Inhalte zu verinnerlichen, ist ein hohes Maß an Flexibilität notwendig. Diese Notwendigkeit wird unter dem Vorwand der angeblichen Studienzeitverkürzung immer mehr untergraben.
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Gleichstellung von Frauen und Männern
An den österreichischen Universitäten studieren dank verschiedener Maßnahmen heute mehr Frauen als noch vor wenigen Jahrzehnten. Im Universitätsalltag wird allerdings immer noch viel zu wenig Rücksicht auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Männern genommen. Für Frauen ist der universitäre Alltag nach wie vor von Diskriminierungen geprägt. Die geringe Anzahl an Assistentinnen und die noch geringere Anzahl an Professorinnen ist eine unhaltbare Situation an den Universitäten. Die Realität kann nur durch kontinuierliche Arbeit am Geschlechterverhältnis erfolgreich verändert werden.
Nicht Elitenbildung oder Gleichmacherei, sondern aktive Gleichstellungspolitik wird die Wissenschaft in Österreich beflügeln.
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Ausländische Studierende
Diskriminierung ausländischer Studierender:
Studierende aus Nicht-EWR-Staaten sind besonders von Diskriminierung betroffen. Nicht nur, dass sie teils die doppelte Studiengebühr bezahlen müssen, sondern auch der Ausschluss vom österreichischen Arbeitsmarkt ist untragbar.
Passives Wahlrecht:
Weiters ist es unverständlich, warum Studierende aus Nicht-EWR-Staaten vom demokratischen Recht des passiven ÖH-Wahlrechts ausgeschlossen sind.
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Unsere Grundsätze
Die unabhängigen Fachschaftslisten Österreichs streben bei der ÖH-Wahl 07 neben Exekutivbeteiligungen an den Universitäten auch ein Mitwirken in der Exekutive der Bundesvertretung der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an. Diese Mitwirkung ist an vier nicht verhandelbare Bedingungen geknüpft:
Die Studierenden gehen vor – Politik von und für Studierende. Wir setzen unsere Schwerpunkte nach den Bedürfnissen der Studierenden, nicht nach den Wünschen von Parteizentralen.
Ehrenamtlichkeit der ÖH. Wir arbeiten für die Studierenden, nicht um uns persönlich zu bereichern.
Wir lehnen jegliche Form der Diskriminierung ab. Egal, ob diese sich gegen das Geschlecht, die Hautfarbe, die sexuellen Neigungen, die Religionszugehörigkeit oder den sozialen Status richtet.
Neben den bundesweiten Aufgaben der ÖH sehen wir es auch als unsere Aufgabe an, die lokalen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaften bestmöglich zu unterstützen.