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Unbeliebte Studienrichtungen...
09.04.2006 14:56 | Von fsinno | Permanenter Link | AllgemeinEs gibt ja einige Diskussionen, wer für das Auflassen von Studienrichtungen "verantwortlich" ist, wer es beschließen kann etc. Man denke hier nur an das Beispiel der Uni Innsbruck als die Literaturwissenschaften aufgelassen wurden
In der Satzung der Universität Graz ist jedoch folgendes angeführt:
§ 9
(1)
Die Auflassung eines bestehenden Bakkalaureats-, Magister-, Diplom-
oder Doktoratsstudiums sowie die Umwandlung eines Diplomstudiums in ein
Bakkalaureats- und/oder Magisterstudium erfolgt durch einen Beschluss
des Senats. Das Rektorat und die Curricula-Kommission, die für die
aufzulassende Studienrichtung zuständig ist, haben jeweils ein
Antragsrecht.
Damit muss, damit eine Studienrichtung aufgelassen werden kann, ein Beschluss des Senats vorliegen. Und was macht daher unser Uni-Rat? Dieser probiert unbeliebte Studienrichtungen so auszuhungern, in dem keine Professuren nachbesetzt werden. In der letzten Sitzung vertagte der Uni-Rat einen Beschlussantrag des Rektorats bzgl. einer Nachbesetzung einer schon seit ewig vakanten Professur.
Sprich dadurch, dass ein Senatsbeschluss für die Auflassung der Studienrichtung nötig wäre (jedoch ist eine Mehrheit für solch einen Beschluss nicht zu erwarten), probiert der Uni-Rat so die Aushungerung dieser Studienrichtung. Es wird seitens des Uni-Rats nicht einmal zugegeben, dass dieser an einer Auflassung dieser Studienrichtung Interesse hat, nein, er versucht in einer gerade zu extrem fiesen Art und Weise so lange das ganze auszuhungern bis es nicht mehr existiert...
Derzeit gibt es am Institut für Archäologie nur noch zwei DozentInnen. Eine ist die Instutsleiterin Schwarz, deren Pensionierung ansteht und die von Erwin Pochmarsky, welcher 2008 in Pension geschickt wird. Gewünscht wird von vielen eine Zusammenlegung mit "anderen historischen Instituten", "ist eh alles gleich". Damit droht das langsame, leise Verschwinden der Archäologie, wogegen wir natürlich mit aller Kraft kämpfen.
Glücklicherweise konnte durch div. Aktionen ein massives Medienecho auf die Entwicklungen in dieser Hinsicht in Graz "hergestellt" werden. Man findet unter anderem Artikel in der Kleinen Zeitung, im Kurier, in der Grazer Woche, im Standard etc.
Bleibt nur noch eines zu sagen zu diesen Entwicklungen und zu den ganzen autokratischen Entscheidungen welche in dieser Hinsicht getroffen werden
BMBWK:Ein Volk, ein Reich, ein Uni-Rat