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Unis - 400 Millionen versprochen, 65 Millionen budgetiert

| Von hbrandl | Permanenter Link | Allgemein

Als großes Bekentniss der Regierung gegenüber der Wichtigkeit von Investitionen in Wissenschaft und Forschung in Zeiten der Wirtschatfskrise wurde die Zusage von 400 Millionen € gefeiert.

Diese Woche wurde das Budget präsentiert. Genauere Betrachtungen ergeben, dass 2009 eine Erhöhung, im Vergleich zum Erfolg von 2008, von nur 65,4 Millionen € budgetiert wurde. Kenner der Universitätslandschaft wissen, dass diese Erhöhung durch die Mehrkosten des Kollektivvertrages, Mieterhöhungen der BIG sowie Gehaltserhöhungen aufgefressen werden. Dadurch steht den Universitäten 2009 de facto gleichviel Geld zur Verfügung wie 2008. Es könnte zwar schlimmer kommen, die Zeichen der Zeit hat unsere Regierung aber damit sicher nicht erkannt. Bedenkt man weiters, dass die Erhöhung der Wissenschaftsmittel als einer der zentralen Schwerpunkte des Budgets dargestellt wurden, kann man sich denken, wie Österreich allgemein dasteht.

Laut Teilheft 31 des Bundesbudget 2009, stehen den Universitäten (Summe 1/31038) 2009 2,564 Millarden € zur Verfügung. Dies ergibt eine Differenz zum Erfolg 2008 von 272,4 Millionen €. Zieht man davon allerdings noch den Ersatz der Studiengebühren (157 Millionen €) und die für 2009 zugesicherten zusätzlichen 50 Millionen € für den Kollektivvertrag ab ergibt sich die genannte Summe von 65,4 Millionen € die den Universitäten mehr zur Verfügung stehen.

Davon müssen die Universitäten ihren Teil der Mehrkosten des Kollektivvertrages (30 Millionen €), Mieterhöhungen der BIG (ca. 5 Millionen €) und Gehaltserhöhungen (mind. 35 Millionen €) tragen. Dies ergibt bereits ein de facto Minus von mindestens 5 Millionen €.

Wenn sich die Universitäten über einen solchen "Geldsegen" von Seiten der Regierung "freuen" können, wenn Wissenschaft eine der Hauptprioritäten der Regierung ist, möchte ich nicht wissen, was passiert wäre, wenn die Wissenschaft der Regierung nicht so wichtig gewesen wäre.


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